Der Wächter am Hörnlepass – 600 Jahre alter Berg-Ahorn

Dienstag 24. Januar 2017 Christine’s Kräuter- und Entspannungsecke


Alles zum mehr als 600 Jahre alten Berg-Ahorn am Alpengasthof Hörnlepass mit Tipps zur Anwendung von Ahorn

Dieser Baum ist etwa ganz Besonderes: Nur etwa zehn Gehminuten vom Alpengasthof Hörnlepass entfernt steht einer der ältesten Berg-Ahornbäume Österreichs, der seit mehr als 600 Jahren Wind und Wetter trotzt und über die Bergwelt wacht. Ein Spaziergang zu diesem ehrwürdigen Giganten ist ein unvergessliches Erlebnis. 

Was hat dieser Baum im Laufe seines Lebens nicht schon alles miterlebt? Stellt man sich als Besucher dieses einzigartigen Ortes diese Frage, spürt man sogleich ein Gefühl vor Ehrfurcht und Respekt gegenüber der Natur. Schließlich stand dieser Baum bereits, als Europa noch ein Flickenteppich aus konkurrierenden Königreichen war, als Räuber in den Wäldern ihr Unwesen trieben und die katholische Kirche die oberste Instanz war. Dieser Baum hat den Wandel der Zivilisation vom „dunklen“ Mittelalter bis ins Informationszeitalter miterlebt. 

Im Laufe der Jahrhunderte hat sich in dem mächtigen Stamm des Riesen eine Öffnung gebildet, durch die man ins Innere des Baumes gelangt. Hier finden bis zu sechs Menschen Platz. Wer weiss, wie viele Menschen und Tiere diesen Baum bereit ihr Zuhause nannten? 

Im Winter wie im Sommer ist ein Besuch dieses uralten Berg-Ahorns zur zu empfehlen. Nicht nur die Größe des Baumes wird Sie beeindrucken, sondern auch die Kraft und Ruhe, die er ausstrahlt.

In Europa und Westasien heimisch, liebt der Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus) das feucht-kühle Klima in mittleren und hohen Lagen. Er stellt einen beliebten Lebensraum für Falter, Motten, Käfer, Wildbienen und viele weitere Insekten dar.

Der Berg-Ahorn steht bereits seit dem Altertum für Lebenskraft und Durchhaltevermögen, gilt als ruhig und lustig und bereitet Heiterkeit. Perfekt also für alle, die sich erschöpft fühlen und mal wieder so richtig auftanken möchten.

Früher war der Ahorn in der Naturheilkunde sehr beliebt. Seine Heilkräfte sind heute leider weitgehend in Vergessenheit geraten. Aufgrund der kühlenden Wirkung wurden zerdrückte Ahornblätter seit jeher zur Behandlung von Insektenstichen verwendet. Bei Ekzemen wurde die Ahronrinde gerieben, gekocht und dann auf die betroffenen Stellen aufgelegt.

Im Frühling eignen sich die jungen Pflanzentriebe der Blüten und Blätter, die reich an Kalium, Calcium, Magnesium, Mangan und Eisen sind, wunderbar für einen feinen Salat.

Einen schmackhaften und gesundheitsfördernden Brotaufstrich und einen echten „Alleskönner“ in der Küche erhalten Sie, wenn Sie ganz junge Blätter und Blüten in Honig einlegen. Achten Sie dabei allerdings darauf, dass alle Pflanzenteile mit Honig bedeckt sind, um die Bildung von Schimmel zu verhindern.

Für Rückfragen zum Berg-Ahorn oder anderen Heilkräutern stehe ich Ihnen immer gerne zur Verfügung.

Ihre Christine Keck

Die Anwendung von Heilkräutern ersetzt nicht den Arzt. Die Kräuter sollen weder die Schulmedizin ersetzen noch zur Selbstbehandlung bei Erkrankungen auffordern. Bitte begeben Sie sich bei den geringsten Anzeichen einer Erkrankung in die Hände eines Arztes.

Christine’s Kräuter- und Entspannungsecke

Servus! In diesem Bereich möchte ich mein Wissen rund um Bergkräuter und Heilpflanzen mit Ihnen teilen. Zudem finden Sie hier hilfreiche Tipps zur Entspannung - für den Urlaub und für den Alltag. Ich freue mich auf spannende Diskussionen. 


Ihre Christine Keck