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Startschuss für die Kräutersaison 2018

Dienstag 24. April 2018 Christine’s Kräuter- und Entspannungsecke


Christine Keck bei den Frühjahrs-Arbeiten im Alpenkräutergarten des Alpengasthof Hörnlepass

Kaum hat sich der Schnee zurückgezogen, beginnt es in unserem Alpenkräutergarten allerorts zu sprießen. Schon bald wird der hauseigene Garten mit über 450 verschiedenen Kräutern und Heilpflanzen wieder in voller Blüte stehen. Worauf es jetzt ankommt, damit auch alle Pflanzen gesund in die Saison starten, erfahren Sie im heutigen Beitrag.

Jedes Jahr aufs Neue verwandelt sich unser Kräutergarten direkt am Haus in ein buntes Farbenmeer, das alle Sinne anregt. Die verschiedenen Kräuter und Heilpflanzen finden bei uns im Haus vielerlei Verwendung. Zum einen werden sie in der Küche des Alpengasthof Hörnlepass eingesetzt. Dabei geht es jedoch nicht nur um das Verfeinern der Gerichte durch den Geschmack der Kräuter, sondern auch um die Wirkung der Pflanzen beispielsweise auf Wohlbefinden, Nährstoffaufnahme und Verdauung.

Zum anderen nutze ich die Naturschätze, die zum Großteil im FRühling und Sommer geerntet werden, in meiner Kräuterküche zur Herstellung von Kräutersalzen, Ölen, Tees, Marmeladen und Körperpflegeprodukten, die wir im Restaurant, aber auch über unseren Onlineshop vertreiben. 

Der nach Feng Shui Kriterien angelegte Alpenkräutergarten steht allen Gästen und Besuchern rund um die Uhr offen. Ein toller Ort, um Kraft und Energie zu tanken. Erkunden, riechen, schmecken und fühlen Sie diese ganz besonderen Schätze. Als Kräuterfrau habe ich viele Pflanzen auf dem 1.000 Quadratmeter großen Areal mit deutschen und lateinischen Namen ausgezeichnet. 

Jetzt ist die Zeit, in der es darum geht, den Pflanzen den Start in die Saison möglichst leicht zu machen. Schließlich ist die Wachstumsperiode in Bergregionen wie dem Kleinwalsertal eher kurz. Zu den Aufgaben, die aktuell anstehen, gehören unter anderem das Auflockern der Erde, das Zurückschneiden der vertrockneten Pflanzenteile aus dem Vorjahr und das Verteilen einer Kompost-Kalk-Mischung. Der Kalk wirkt wie der Kompost als biologischer Dünger, sorgt aber zudem noch dafür, dass der Boden nicht vermost.

Auch das Säen steht nun an. Heute erst habe ich Kapuzinerkresse und Kornblumen gesät. Die meisten Pflanzen jedoch versamen sich im Herbst selbst. Hier gilt es dann lediglich, die Jungpflanzen zu versetzen, sollten sie zu nah beieinander stehen. Strauchgewächse wie zum Beispiel den Holunder schneide ich alle zwei bis drei Jahre zurück, damit er besser wächst, aber nicht zu groß wird.

Leider ist das alte Wissen rund um die Kräfte und Anwendungsmöglichkeiten von Heilkräutern heute weitgehend in Vergessenheit geraten. Um die Menschen diesbezüglich zu sensibilisieren und Ihnen eben dieses Wissen zu vermitteln, habe ich vor einiger Zeit die wöchentlich stattfindenden Kräuternachmittage ins Leben gerufen. Hier erhalten die Teilnehmer wertvolle Tipps und erfahren Wissenswertes rund um Heilkräfte, Ernte, Anwendung und Verarbeitung der Pflanzen.

Die beim Kräuternachmittag gesammelten Kräuter werden direkt im Anschluss an einen Streifzug durch die umgebende Natur beispielsweise zu einem Kräutersalz, Körperöl oder Gewürzöl verarbeitet, das die Teilnehmer anschließend mitnehmen können. Die Kräuternachmittage finden zwischen dem 18. Mai und dem 19. Oktober 2018 jeden Freitag von 14:00 bis 16:00 Uhr statt. Wir bitten um eine Reservierung per Telefon (+43 (0) 5517 57070), per Email oder über das Tourismusbüro.

Ich freue mich auf Ihren Besuch in unserem Garten und würde Sie auch gerne bei einer meiner Führungen begrüßen. 

Ihre Christine Keck