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CHRISTINE’S KRAUT DES MONATS / NOVEMBER: WERMUT

Dienstag 5. November 2019 Christine’s Kräuter- und Entspannungsecke


Tipps aus dem Alpengasthof Hörnlepass im Kleinwalsertal zur Heilwirkung und zur Anwendung von Wermut

November-Blues adé! Mit dem Wermut möchte ich Ihnen heute ein Kraut vorstellen, dass gerade jetzt im November Wunder wirkt. Die meisten werden Wermut nur als Zutat im Absinth-Schnaps kennen, doch diese potente Heilpflanze kann so viel mehr. Wozu sich Wermut im Bereich der Hausapotheke einsetzen lässt und wie Sie sich seine Kräfte zunutze machen, erfahren Sie im heutigen Beitrag. 

Wermut – Artemisia absinthium

Ursprünglich höchst wahrscheinlich aus Sibirien stammend, ist das Wermutkraut heute relativ weit verbreitet und findet sich sehr häufig in Süd- und Osteuropa, wo er auch verstärkt angebaut wird. Weitere wilde Vorkommen sind aus West-, Nord- und Mitteleuropa (darunter auch Deutschland), Nordafrika sowie aus großen Teilen Nord- und Südamerikas bekannt. Der gemeine Wermut ist meist in Ebenen, aber auch in höheren Lagen anzutreffen.

Es gibt etwa 500 verschiedene Sorten des Wermut, von denen jedoch alle eine ähnliche Heilkraft haben.

Die Anwendung in der Hausapotheke

Die Palette der Anwendungsmöglichkeiten ist lang und vielseitig. Hier ein Überblick von Beschwerden und Zuständen, bei denen Wermut traditionell eingesetzt wird und seine Wirkung entfaltet:

  • Schwächezustände und Energiemangel
  • Appetitlosigkeit
  • Verdauungsbeschwerden
  • Mangelnde Spannkraft des Magens oder der Gallenwege
  • Blähungen
  • Parasitenbefall des Darms
  • Störungen der Stoffwechselfunktionen
  • Leberbeschwerden

Eine weitere Eigenschaft des Wermut ist seine Heilkraft im Bezug auf Depressionen, die jetzt zu Beginn der kalten und dunklen Jahreszeit besonders häufig auftreten. 

Traditionell wird das Kraut in Form einer Blütenessenz zur Behandlung von „rebellischem Gehabe“, wie zum Beispiel bei Aggression gegen vermeintliche oder tatsächliche Autoritäten eingesetzt. Auch chronische Pessimisten werden schon seit vielen Jahrhunderten mit Wermut-Essenz kuriert. 

Als wärmender Balsam findet das Kraut vor allem bei der Behandlung von Rückenschmerzen, zur Schmerzlinderung und bei Durchblutungsstörungen Anwendung.

Wie Sie sehen, sollte Wermut zu dieser Jahreszeit in keinem Haushalt fehlen.

In früheren Zeiten wurde Wermut gar als Abtreibungsmittel verwendet, weshalb Schwangere unbedingt auf eine Anwendung verzichten sollten. 

Wermut sollte aber auch grundsätzlich nur in kleinen Dosen eingenommen werden, denn Überdosierungen können aufgrund des toxischen Inhaltsstoffes Thujon gesundheitsschädlich wirken. Im 19. Jahrhundert wurde Wermut als Modedroge verehrt und war zeitweise in verschiedenen Teilen Europas verboten. 

Sollten Sie Fragen zur Herstellung der Blütenessenz oder des Wermut-Balsams haben, so schreiben Sie mir einfach eine Email an info@hoernlepass.at

Ihre Christine Keck 

 

Die Anwendung von Heilkräutern ersetzt nicht den Arzt. Die Kräuter sollen weder die Schulmedizin ersetzen noch zur Selbstbehandlung bei Erkrankungen auffordern. Bitte begeben Sie sich bei den geringsten Anzeichen einer Erkrankung in die Hände eines Arztes. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden, die durch die beschriebenen Anwendungen und Informationen entstehen können. Anwendungen erfolgen ausdrücklich auf eigene Gefahr und Verantwortung. Für die Richtigkeit oder Vollständigkeit können wir keine Gewähr übernehmen.